Twilight Zone - Expedition in die Winterlandschaft

Der Winter in unseren Breiten bedeutet Ruhe für die Natur. Die Kälte der winterlichen Monate wiegt die Pflanzen in einen tiefen ruhigen Schlaf, kein Leben scheint in dieser zeit in ihnen zu wohnen. Das dunkle Zwielicht läßt die Wälder schemenhaft verschwimmen und taucht ihre Gestalt in matte und weiche Farbtöne.

Durch den kalten dumpfen Nebel der Wintertage erscheint die Szene irreal, fast wie in einem Traum.

Ein Spaziergang durch die Winterlandschaft bringt die Stille und ruhige Gelassenheit dieser Jahreszeit und lassen die Gedanken fernab der lebendigen Hektik der Stadt und des Sommers schweifen.

Wanderungen durch die Landschaft des Winters führen durch Stimmungsbilder, gemalt in dunklen und gedeckten Farben oder in glasklaren scharfen Konturen und gleißenden Farben wie die kalte klare Luft an den sonnigen Tagen dieser Jahreszeit.

Der Schnee gibt Bäumen, Sträuchern und Büschen ein schweres und festliches Kleid und bettet sie gleichzeitig zur Ruhe, gleichsam eine kalte und doch schützende Decke.

Die Sonne, die in dieser Zeit nur flach über den Horizont wandert, läßt dieses Kleid unberührt und in blendendem Glanz erstrahlen.
 

Schnee, Reif und Eis kleiden die Pflanzen in ganz unterschiedliche Gewänder. Nach Tagen und Nächten dichten Schneetreibens tragen Bäume und Sträucher einen dichten, schweren und flauschigen Pelz, der ihre Äste sich unter der Last beugen lässt. An anderen Tagen krönt das Eis der feuchten Nachtluft die Zweige der Pflanzen mit glitzerndem Diamanten gleichen Schmuck.

Wie unzähliche kleine spitze Bergkristalle tragen die Halme, Blätter und Nadeln, Stämme, Äste und Zweige dann eisige weiße Rüstungen, federleicht und starr zugleich.

So schafft der Winter immer wieder auf neue ebenso faszinierende wie vergängliche Kunstwerke, Skulpturen aus den schlafenden aber lebendigen Pflanzen und der kalten toten Pracht der Eiskristalle.

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