Botanischer Name

Gleditsia triacanthos

Synonyme

Lederhülsenbaum, Gleditschie, Honeylocust

Systematik

Familie Fabaceae (Leguminosae), Ordnung Fabales

Herkunft, Verbreitung

Ursprünglich östliches Nordamerika, heutige Verbreitung in vielen gemäßigten Klimazonen, in Deutschland wegen seines robusten Habitus oft als Park- und Alleebaum kultiviert.

Beschreibung

 

 

Dieser wenige Wochen alte Keimling sieht einer Mimose zum Verwechseln ähnlich.

 

 

 

 

 

 

Sommergrüner, laubwerfender Baum mit aufrechtem schlanken Wuchs, lockerer, leicht gewölbter, offener und überhängender Baumkrone und einer Wuchshöhe von 15 bis 25 m, bei günstigen Bedingungen bis 40m.

 

 

 

Meist gerader, hoch verzweigender Stamm mit brauner bis fast schwarzer Rinde, bei älteren Exemplaren zunehmend in Längsrichtung rissig. Äste älterer Bäume sind mit dreifach verzweigenden Dornen besetzt, die dem Baum seinen Namen (triacanthos) gegeben haben. Es existiert aber auch eine dornenlose Variante.

 

Blätter gegenständig, paarig und einfach oder doppelt gefiedert, etwa 2 bis 4 cm lang, rundoval und ganzrandig mit glatter Oberfläche. Wie zahlreiche Pflanzen aus der Ordnung Fabales folgen auch die Blätter des Lederhülsenbaumes einem Tag-Nacht-Rhythmus und schließen sich zur Nacht. Der Laubaustrieb erfolgt erst Ende Mai bis Anfang Juni.

Blüten unscheinbar, klein, zahlreich an Rispen aufgereiht, weißlich-gelb bis weißlich grün.

Fruchthülsen bis etwa 40 cm lang, 2,5 cm breit und 1-2 mm flach, zunächst grün, im Reifezustand ledrig dunkelbraun und häufig spiralig gedreht.

Blütezeit Juni, Fruchtstand August - September

Der Lederhülsenbaum ist wegen seiner Blätter und der auffallenden Früchte ein markanter und dekorativer Baum, der als Outdoor-Bonsai oder im Freiland gehalten werden kann. Die junge Pflanze erinnert in ihrem fragilen Äußeren an eine Mimose.

Standort

Sehr geringe Ansprüche an die Bodenverhältnisse, bevorzugt gemäßigtes Klima mit sonnigem bis vollsonnigem Standort bei mäßiger Frostresistenz und guter Schadstoffverträglichkeit, daher oft als Straßenbaum gepflanzt. In Deutschland winterhart.

Alle Fotos: Marco Kluge

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